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Baugenehmigung Kosten: Gebühren & Bauantrag 2026

Was kostet eine Baugenehmigung? Gebühren nach Bausumme, Kosten für Lageplan und Bauvorlage – plus was beim Bauantrag oft vergessen wird.

Baugenehmigung Kosten: Gebühren & Bauantrag 2026 Kosten

Der Bauplan ist fertig, der Architekt in den Startlöchern – und dann kommt die Frage, mit der die wenigsten vorher rechnen: Was kostet eigentlich die Genehmigung selbst, bevor überhaupt eine Schaufel in der Erde steckt?

Was kostet eine Baugenehmigung?

Die Gebühr orientiert sich meist an der Bausumme, nicht an einem Festpreis: Üblich sind 0,5 bis 1 % der genehmigten Baukosten. Bei einem Einfamilienhaus für 300.000 € landest du damit bei etwa 1.500 bis 3.000 € reiner Genehmigungsgebühr. Viele Bauämter verlangen zusätzlich eine Mindestgebühr von 100 bis 200 € auch bei sehr kleinen Vorhaben, für die die prozentuale Berechnung sonst kaum etwas ergeben würde.

Beispielrechnung: Einfamilienhaus für 300.000 €

Baugenehmigungsgebühr (0,7 % der Bausumme): 2.100 € Amtlicher Lageplan: 800 € Bauvorlage durch Architekt (im Architektenhonorar meist enthalten): – Zusätzlich zur Bausumme: rund 2.900 €

Warum die Gebühr von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ist

Baurecht ist in Deutschland Ländersache. Jedes Bundesland hat eine eigene Landesbauordnung, und innerhalb dieses Rahmens legen viele Kommunen nochmal eigene Gebührensätze fest. Deshalb bekommst du für ein identisches Bauvorhaben in Bayern eine andere Rechnung als in Nordrhein-Westfalen – einen bundesweiten Festpreis gibt es schlicht nicht. Vergleiche also nicht die Erfahrung von Bekannten aus einem anderen Bundesland 1:1 mit deiner eigenen Kalkulation.

Was neben der reinen Gebühr noch dazukommt

Die Genehmigungsgebühr selbst ist nur ein Teil der Kosten, die anfallen, bevor gebaut werden darf:

Genehmigungsfrei bauen – wann geht das?

Nicht jedes Bauvorhaben braucht überhaupt eine Genehmigung. Kleinere Vorhaben wie Carports oder Garagen bis zu einer bestimmten Grundfläche sind in den meisten Bundesländern genehmigungsfrei – die genaue Grenze schwankt zwischen 30 und 50 Quadratmetern je nach Landesbauordnung. Genehmigungsfrei heißt aber nicht regelfrei: Abstandsflächen zum Nachbargrundstück musst du trotzdem einhalten.

Was NICHT funktioniert

Checkliste vor dem Bauantrag

Fazit

Die Baugenehmigung selbst ist selten der teuerste Posten beim Hausbau, aber die Nebenkosten drumherum – Lageplan, Gutachten, die Gebühr selbst – summieren sich schnell auf einen niedrigen vierstelligen Betrag, der in vielen Finanzierungsplänen fehlt. Ähnlich unterschätzt werden oft die separaten Hausanschlusskosten für Strom, Wasser und Kanal, die zusätzlich zur Genehmigung anfallen. Klär die genauen Sätze früh bei deinem zuständigen Bauamt, plane die Nebenkosten von Anfang an mit ein, und verzichte nicht am falschen Ende. Allgemeine Einordnungen zum Bauablauf liefert auch die Bundesarchitektenkammer.

Häufige Fragen

Wie viel kostet eine Baugenehmigung für ein Einfamilienhaus?
Bei Baukosten von rund 300.000 € liegt die reine Genehmigungsgebühr meist zwischen 1.500 und 3.000 €, da sie sich mit 0,5 bis 1 % an der Bausumme orientiert. Dazu kommen üblicherweise noch Kosten für Lageplan, Bauvorlage und gegebenenfalls ein Bodengutachten.
Warum ist die Gebühr nicht überall gleich hoch?
Weil das Baurecht in Deutschland Ländersache ist. Jedes Bundesland hat eine eigene Landesbauordnung mit eigener Gebührenordnung, viele Kommunen legen zusätzlich eigene Sätze innerhalb dieses Rahmens fest. Ein bundesweiter Festpreis existiert nicht.
Kann ich den Bauantrag selbst stellen, um die Kosten zu sparen?
In den meisten Fällen nein. Für die meisten Bauvorhaben gilt eine Bauvorlageberechtigung – nur Architekten oder bauvorlageberechtigte Ingenieure dürfen den Antrag rechtsgültig einreichen. Nur bei sehr kleinen, genehmigungsfreien Vorhaben entfällt das Erfordernis komplett.
Was passiert, wenn ich ohne Genehmigung baue?
Im besten Fall ein nachträglicher Antrag mit Bußgeld, im schlimmsten Fall eine Rückbauanordnung – du musst das bereits gebaute wieder abreißen. Bei größeren Vorhaben ist das finanziell deutlich schmerzhafter als die ursprüngliche Genehmigungsgebühr.